Bitcoin und die Staaten

Bitcoin ist ein interessantes Thema, immer wieder lese ich, wie der ein oder andere Finanzblogger seine Gründe darlegt, warum man dabei sein muss.

So schreibt Stefan „Bitcoin. Eine Liebeserklärung“ über seine Gründe, warum er nun auch in Bitcoin investiert hat. Der Artikel ist sehr gut geschrieben und kurz zusammengefasst gibt es gute Gründe in eine Währung oder ein Asset zu investieren, welches nicht zentral vom Staat gesteuert werden kann.

Bitcoin entzieht sich technisch einer direkten Kontrolle und ist damit eine Alternative in einer Welt, in welcher die Politik Geld druckt ohne Ende, die Inflation angeheizt wird, um die Bevölkerung zum Konsum zu animieren und die eigenen Schulden langfristig zu entwerten.

All dem will ich nicht widersprechen. Ich wage nur zu bezweifeln, dass Bitcoin hier weiterhilft oder irgendwas anderes. Meine These, wenn der jeweilige Staat es will, ist schnell Schluss mit lustig und das Drucken von Geld und die Kontrolle darüber wird so schnell nicht aus der Hand gegeben. Noch ist Bitcoin klein, ein Spielzeug im Vergleich zu anderen Anlageklassen. In China sieht man jedoch bereits, dass Eingriffe jederzeit möglich sind. So dürfen Chinas Banken keine Geschäfte mehr mit Bitcoin machen und gegen das Mining wird auch vorgegangen. Der Kurs von Bitcoin ist in dem Zuge ordentlich nach unten gerauscht.

Hierzulande gehe ich nicht davon aus, dass die Politik hier mit dem Holzhammer vorgeht, aber Diskussionen bzgl. der Umweltverträglichkeit und Mining gibt es bereits. Auch neue Steuern sind jederzeit möglich, damit der Staat am Ende auch etwas abbekommt. In den USA wird gerade angedacht, das Bitcoin Transaktionen über 10.000 Dollar gemeldet werden müssen. Da muss man nicht mal etwas verbieten.

Kurz gesagt, ich glaube nicht, dass wir uns dem Einfluss des jeweiligen Staates entziehen können. Egal, welche Anlageklasse man bemüht.

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