Die Kosten der Geldanlage

Heute lag ein PDF im virtuellen Briefkasten meines Depot. Eine Kostenübersicht.

ETFs, Aktienkäufe und andere Dienste der Bank kosten Gebühren. Bisher war dies eher abstrakt für mich, ein ETF kostet irgendwas um die 0,2 %, aber eine richtig konkrete Vorstellung hat man nicht, da der ETF ja keine Rechnung schickt.

Das sah wohl auch die EU so und hat die Banken verpflichtet die Kosten auszuweisen und dem Kunden darzustellen. Unter anderem sieht man das ja bereits beim Kauf von Aktien, dort wurden im letzten Jahr (glaube es war letztes Jahr), bereits die Gebühren detaillierter dargestellt, inklusive der Renditeverluste.

Für die Bank sicher eine zusätzliche Bürokratie, die ganzen Informationen aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen, aber zumindest interessant ist es die Kosten vom letzten Jahr mal zu sehen.

460 Euro an Gebühren hat mich mein Depot gekostet. Die 220 Euro sind Aktienkäufe, was immerhin 18 Euro pro Monat für die Bank sind, quasi indirekte Kontoführungsgebühren. Die Fremdwährungskosten fallen bei Dividenden an und der letzte Posten sind Gebühren von Fonds wie meinen ETFs.

Auch Einzelaktien, welche nur im Depot liegen verursachen Kosten, wenn diese in Fremdwährung ihre Dividenden zahlen. Dies ist aber verschwinden gering.

Insgesamt ist es mal interessant zu sehen, was an Kosten so anfällt. Etwas Rendite geht zwar flöten, aber insgesamt ist der Prozentsatz sehr gering. Banken und ETF-Anbieter dürfen gerne ihren Teil verdienen.

4 Kommentare

  • CNK

    Seit ich nur noch in Aktien investiere, tracke ich meine Kaufkosten (Verkaufskosten sind nicht vollständig berücksichtigt, weil ich das nur für meine aktuellen Firmen tracke und nicht für vollständig verkaufte Positionen). Macht derzeit ca. 0,8% vom Kaufwert aus. Inklusive der höheren Kosten früher, bevor das günstiger wurde. Damit kann ich gut leben. Diese Transparenz hat mir bei ETFs immer gefehlt und das war einer der Gründe, warum ich die alle aus dem Depot geworfen habe.

    Viele Grüße

    CNK

    • admin

      Ich habe den Kosten bisher keine Beachtung geschenkt. Bisher hatte ich auch nur die sichtbaren Kosten beim Kauf/Verkauf. Der Rest war eher, wie Du ja sagst, intransparent. Der ETF schreibt zwar 0,2% hin, aber am Ende sieht man keinen genauen Betrag. Finde ich daher ganz nett, wenn es denn stimmt. Ich bin jetzt bei 0,5% gelandet insgesamt.

      Gruß
      Andy

  • CNK

    Hi Andy

    die 0,2% bei Deinem ETF sind die Kosten in einem bestimmten Jahr, richtig? Insofern ist das mit meiner oben erwähnten Kostenberechnung nicht vergleichbar, weil ich alle Kosten seit Kauf berücksichtige (ab 2012).

    Anfangs hab ich über Sparpläne gekauft, bis ich angefangen habe, die Kosten zu tracken. Das summiert sich dann ganz schön auf. Seitdem kaufe ich nur noch in Tranchen…

    Wenn ich mir das heute so anschaue, dann sind die Gebühren generell runter gegangen, auch ohne dass ich einen Billig-Broker nutze. Die früheren Käufe machen sich in einer Kostenquote von >1,5% auf den Kaufpreis bemerkbar, heute liegt das um ~0,6% und in Summe über alle Käufe über die Zeit in den oben erwähnten 0,8%.

    Viel mehr kümmere ich mich allerdings auch nicht um die Kosten, ich schaue nur, dass bei einem Einzelkauf die Kostenquote unter 0,8% bleibt. Der Rest ist Spielerei (die großen Hebel für Vermögensaufbau liegen definitiv an anderer Stelle).

    Gruss

    CNK

    • admin

      Hallo CNK,
      genau die 0,2 % sind pro Jahr. Ich habe den Kosten bisher auch keine Beachtung geschenkt, jetzt gibt es halt die Info, das ist ganz nett, aber selbst würde das jetzt nicht großartig selbst nachrechnen. Ich achte halt beim Kauf etwas drauf, aber eher indem ich halt mindestens über 1000 Euro investiere, sonst lohnt es sich von den Gebühren her nicht so.

      Gruß
      Andy

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