Wenn Einnahmen wegbrechen – App fliegt raus

Breit gestreut nie bereut, das trifft nicht nur auf Aktien zu, sondern auch auf andere Einkommenströme.

Passives Einkommen, immer wieder liest man davon in diversen Finanzblogs. Wirklich passiv ist am Ende nichts und jede passive Einkommensquelle kann versiegen. So auch unsere App. Wir hatten vor Jahren eine App für das iPhone entwickelt. Einen Promillerechner, wohl auch aus Eigennutz.

Die App funktioniert in etwa so: persönliche Dateneingeben, Alter, Geschlecht , Gewicht. Anschließend legt man die Startzeit fest und bucht die Getränke ein. Z.B. ein Bier, noch ein Bier und noch ein Bier. Mittels Formel wird daraus der ungefähre Promillewert errechnet und angezeigt. Mit der Info, wann man denn ungefähr wieder nüchtern ist.

Die App lief mehrere Jahre ganz OK, die Einnahmen waren schwankungsvoll, einige Zeit waren es 50 Euro im Monat, die letzten beiden Jahre waren es 150 – 250 Euro Monat. Nicht schlecht! Passiv? Nicht ganz, regelmäßig mussten Updates erstellt werden, wenn Apple neue Geräte auf den Markt brachte.

Dummerweise flattere vor gut zwei Monaten eine Mail herein, welche Maßnahmen bzgl. der App einforderte. Apple hat Richtlinien, was auf die heiligen iPhones darf und was nicht. Vieles ist ausgeschlossen, was nicht in Apples Moralatlas passt. Was erlaubt ist, muss nicht immer erlaubt bleiben, die Regeln ändern sich, wie in der Politik meist in Richtung Verschärfung. Wer eine Idee für eine App hat, entwickelt diese, muss anschließend in den Prüfungsprozess und mit Pech war die ganze Arbeit umsonst.

Wir fliegen aus dem App-Store

Nun änderte Apple die Richtlinien, Apps, welche die Blutalkoholkonzentration berechnen, waren nicht länger zulässig. Einspruch war nicht möglich und macht auch keinen Sinn für den kleinen App-Entwickler. Während große Firmen medienwirksam einen Streit mit Apple anfangen können, verschwindet der kleine Entwickler einfach klanglos aus dem Store.

Konzentriere Dich auf eine Sache!

Liest man oft, um ein Business erfolgreich zu machen. Alles auf eine Karte zu setzen kann funktionieren, birgt aber auch enorme Risiken mit sich. Wenn die Sache nicht mehr funktioniert, nicht mehr erfolgreich ist, dann ist es auch schnell vorbei. Für uns ist die Sache ärgerlich, aber verschmerzbar. Wir haben zahlreiche weitere Projekte, Blogs, Software, Youtube-Kanäle. Hier zahlt sich der Mischkonzern aus. Fällt eine Sache aus, bleiben die anderen. Rückschläge gibt es immer wieder, hat man noch weitere Eisen im Feuer, kann man sich direkt diesen widmen.

Fazit

Ärgerlich ist es, wenn ich sehe, dass die Arbeit, welche in das Projekt geflossen ist, von einer großen Firma einfach davon gewischt wird. Mir zeigt die Sache aber auf, dass meine Strategie richtig ist, auf verschiedene Einkommensquellen zu setzen. Jede einseitige Einkommensquelle kann versiegen. Passives Einkommen gibt es nicht wirklich. Auch Dividenden können jederzeit sinken, sei es weil die Firma pleite geht, weniger ausschüttet oder eine linke Regierung beschließt man müssen die raffgierigen Aktionäre mit ihrem Leistungslosen Einkommen doch mal härter besteuern. Wir können vieles nicht steuern, aber uns zumindest darauf vorbereiten.

2 Kommentare

  • Hallo Andy

    Das ist natürlich schade wenn eine Einkommensquelle wegfällt. Dafür hast du nun mehr Zeit für andere Projekte von dir. Positiv sehen 🙂

    Manchmal ist es wirklich erschreckend, welche Macht Grosskonzerne haben. Mit Youtube und deinen Webseiten bist du von Google noch am meisten abhängig mit deinen Nebenprojekten. Mir gehts gleich…

    Mehrere unterschiedliche Einkommensquellen sind definitiv wichtig. Wie du in deinem Beitrag geschrieben hast, verändert sich das Umfeld stetig. Ich will nicht wissen, wie viele Personen den Job durch das Covid19-Virus verloren haben und so gar keine Einnahmen mehr haben.

    Viel Erfolg weiterhin!

    Liebe Grüsse
    Schweizer Minimalist

    • admin

      Hallo, genau am Ende bleibt nur positiv sein, so halte ich es auch und wenn man mehrere Projekte hat, fällt man auch nicht gleich in ein Loch. Die Großkonzerne sind immer ein Tanz mit dem Teufel. Drum herumkommt man kaum, aber gewisse Abhängigkeiten kann man umgehen, z.B. eigene Webseiten. Ich bin bei Youtube zumindest relativ froh nur Technik zu machen bei den ganzen politischen Diskussionen.
      Danke Dir! Dir auch viel Erolg.
      Gruß
      Andy

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