Spotify gekündigt

Spotify hat mir einen 3 monatigen Testzeitraum eingeräumt, jetzt habe ich ihn gekündigt. Die Sache ist mir die 10 Euro im Monat vorerst nicht wert.

In Finanzblogs wird oft empfohlen Streaming-Dienste genau zu prüfen und ggf. zu kündigen. Das erhöht die Sparquote, wenn auch nur minimal. Die Kündigung, der meist 10 Euro teuren Dienste, spare Geld, welches in den ETF auf den MSCI-World fließt und nach nur 50 Jahren hat man damit 14.743 Euro mehr auf der hohen Kante, mit angenommenen 8% Rendite, ohne Steuern und ohne Spaß am Leben. Den Betrag habe ich mir ausgedacht.

Ich sehe das selbst nicht so eng. Die paar Kröten für einen Streaming-Dienst machen den Kohl nicht fett. Außer man hat gleich 5 Dienste abonniert. Ansonsten halte ich es wie beim Minimalismus, was ich verwende und sinnvoll ist behalte ich, alles andere kann weg.

Warum sich Spotify, für mich, nicht lohnt!

Spotify ist ein toller Dienst, es gibt fast alle Musik der Welt Man kann sich heraussuchen, was man hören möchte. Playlisten anlegen, die Musik für unterwegs herunterladen und vieles mehr. Nur stelle ich bei meiner Nutzung immer wieder fest, dass ich diese Funktionen schlicht nicht brauche.

So höre ich zwar fast immer Musik, wenn ich am Rechner bin, aber meist als Hintergrundbeschallung, eine Musikrichtung, welche nicht groß ablenkt. Was für Lieder genau kommen ist mir egal. Es ist mir eher zu mühselig erstmal irgendwas heraussuchen zu müssen und es nervt mich, wenn die Playlist sich wiederholt.

Unterwegs oder beim Sport höre ich ohne Podcasts, welches aus meiner Podcast-App kommt. Daher brauche ich auch die Offline-Funktion nicht.

Hinzu kommt: Musik ist inzwischen eine Commodity. Musste ich mir früher die MP3-Sammlung mühsam zusammensammeln und von zwielichtigen Webseiten herunterladen, gibt es Musik nun an allen Ecken und Enden. Es macht auch keinen großen Unterschied, ob ich bei Spotify, Apple Music, Deezer oder HoChiMin-Music bin. Es gibt überall mehr oder weniger die gleiche Musik. Im Gegensatz zum Bewegtbild, kommt die neue Serie nur auf Netflix, dann muss ich dort werden.

Alternative Internetradio und Youtube

Nach der Kündigung nutze ich wieder Internetradio. Anschalten und die Musik dudelt endlos. Es gibt tausende Sender weltweit. Es kostet nichts, manchmal gibt es hier und da Werbung. Jede Musikrichtung ist vertreten und nervige Moderation ist die Ausnahme. Es gibt keine Playlisten die ich verwalten muss, keine Offline-Daten zum Verwalten.

Am PC nutze ich dafür die App TapInRadio auf dem Smartphone gibt es ebenfalls dutzende Radio-Apps. Kostet maximal einmalig etwas Geld und kostenlose Apps gibt es auch. Klar brauche ich dann unterwegs Internetempfang, aber unterwegs höre ich eh die meiste Zeit nur Podcasts.

Falls mich dann doch mal die Nostalgie überkommt und es eine Runde 90er Jahre Eurodance angesagt ist, all das gibt es auf Youtube. Ebenfalls kostenlos.

Dass ich nun etwas Geld spare, ist ein positiver Nebeneffekt, aber nicht der ausschlaggebende Grund. Wenn ein Dienst mir nicht den Mehrwert bietet, Zeit spart oder andere Vorteile bietet, dann kann er auch weg.


2 Kommentare

  • Das ist vernünftig. Ich war lange Zeit ein großer Gegner des Streamings und dem Abo-Modell.
    Irgendwann wird man eben weich. Ich habe jedoch das Glück, Netflix und spotify im Sharing nutzen zu können. Und ohne Musik, und konkrete Musikwünsche geht es bei mir zuhause einfach nicht.

    • admin

      Ging mir auch so, ich habe mich dem Trend lange verweigert, finde die Sache aber inzwischen recht praktisch. Preislich bewegen sich die Dienste ja in angenehmen Rahmen. Ich nutze Netflix meist im Winter, ich kann die Sache für ein paar Monate buchen und dann wieder gut sein lassen. Läuft ja meist nur einen Monat und ich kann jederzeit kündigen und auch jederzeit wiederkommen.

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