Juhu die Mehrwertsteuer wird gesenkt!

Nicht kleckern, sondern klotzen heißt derzeit die Devise. Corona will mit allen Mitteln bekämpft werden.
1.350.000.000.000 Euro
will die EZB für das Notkaufprogramm aufbringen. Da fühlt man sich richtig klein mit dem 50 Euro ETF-Sparpkan. Für uns kleine Handwerkerle gibt’s auch was, eine Senkung der Mehrwertsteuer.

Von 19 % soll es auf 16 % runtergehen, Artikel, die unter den ermäßigten Steuersatz fallen, werden nur noch mit 5 % besteuert. Bis zum Jahresende.

Die Politik frohlockt und ich frage mich, ob die Leute wirklich glauben, dass die Firmen die Senkung an den Endkunden weitergeben?

Ich habe da ja so meine Zweifel. Ein Artikel der jetzt 99,99 Euro kostet hat doch einen schönen Preis und 97,47 Euro sehen irgendwie doof aus. Preise habe ich eh keine im Kopf, von daher kann ich gar nicht beurteilen, ob irgendwas günstiger geworden ist.

Selbst bei einem 1000 Euro Artikel spare ich nur ein paar Euro auf die Gesamtsumme. Ob damit der Konsum in unsicheren Zeiten angekurbelt werden kann? Wer gerade auf Kurzarbeit ist, das Geld gerade noch für den Ratenkredit reicht und man hofft, dass die zweite Corona-Welle nicht die Arbeitslosigkeit bedeutet, wird das Geld zusammenhalten und nicht die Maske aufsetzen und freudig ins Kaufhaus rennen.

Besser wäre gewesen die Einkommenssteuer zu senken, die Soliabschaffung vorzuziehen, sodass man am Ende das Mehr auf dem Konto sieht.

Ich halte die ganze Aktion für ein reines Konjunkturprogramm für die Firmen. Dagegen spricht nichts, aber man sollte es auch so kommunizieren.

Spannend wird auch, ob die Firmen bzw. die IT die Umstellung hin und zurück hinbekommt.


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