Der Absturz geht weiter – keine Panik

Nach dem letzten Blogartikel ging es nochmal deutlich nach unten. Über 30.000 Euro ging es für mein Depot runter.

Ich hatte damit gerechnet, dass es noch weiter nach unten geht, aber der letzte Blick ins Depot hat auch mich etwas überrascht. Teilweise habe sich die Kurse aber inzwischen wieder etwas erholt. Wirklich geschockt hat mich die Sache nicht, letztlich ist es nur eine Zahl im Depot, das Depot ist auch noch im Plus und auf das normale Leben, hat der Depotwert keine Auswirkungen.

Ist der Blick auf den Depotgesamtwert erstmal ein Grund zum Erschrecken, ergeben sich beim genauen Blick auf einzelne Werte durchaus gute Gelegenheiten nachzukaufen. So habe ich ein paar BASF Aktien nachgekauft und damit meine normale monatliche Investition getätigt. Beim Rest schaue ich mal, falls sich die Gelegenheit ergibt und ein Wert günstig zu haben ist. Die Werte auf meiner Liste sind trotz der Rückgänge noch keine Schnäppchen.

Ansonsten gibt es für mich keinen Grund zum Aktionismus. Das Geld ist langfristig investiert mit dem Ziel Dividenden zu erwirtschaften. Der reine Buchwert spielt da erstmal nur eine Nebenrolle und auch an den kleineren Depotwert gewöhnt man sich schnell. Immer nur bergauf kann es ja auch nicht gehen.

Foren und Finanzblogs

Spannender als der Blick ins Depot ist der Blick in andere Finanzblogs, insbesondere von Tim Schäfer, der Vorprediger in Sachen Buy and Hold. Wie zu erwarten bekommen zahlreiche Leute kalte Füße, irgendwer muss ja verkaufen, sonst würden die Preise nicht sinken.

So findet man Kommentare wie:

Habe Anfang der Woche alles abverkauft und dadurch noch den überwiegenden Teil meiner Gewinne gesichert.

Oder

First of all, dont lose money! Ich habe meine Gewinne gesichert und stehe an der Seitenlinie. Ich werde wieder kaufen, aber aktuell möchte ich nicht investiert sein! 

Symbolbild: Buy and Hold Anleger der kalte Füße bekommt

So findet jeder seinen Grund zum Aussteigen, den richtigen Zeitpunkt zum Wiedereinstieg zu finden durfte auch nicht einfach sein. Es kann morgen wieder hochgehen, es kann genauso gut noch weiter heruntergehen. Ein Verkauf sorgt erstmal nur dafür, dass ich jede Menge Arbeit habe und dann auch noch Steuern zahlen müsste. Um diesen Betrag müssten dann die Aktien dann zusätzlich noch sinken. In der Zwischenzeit gibt es auch keine Dividenden mehr.

Die Medien

Bei der Rolle der Medien bin ich mir derzeit unsicher, ob diese nicht unnötig am Panikrad drehen. Geld wird im Internet mit Werbung verdient. Hier kommt es auf die Anzahl der Aufrufe an und was eignet sich besser als so eine Situation wie heute. Es gibt einen Liveticker der ständig aktualisiert wird, die aktuellen News im Halbstundentakt. Das bringt Klicks und Besucher, wenn jeder, auch dank Smartphone im selben Takt die Webseiten abruft. In den Kommentarbereichen wird die Panik weiter geschürt von den Benutzern.

Auch abseits der klassischen Medien wird das Thema als Trendthema genutzt, ein von mir abonnierter YouTube-Kanal über Astronomie, macht jetzt Corona. Bringt vermutlich mehr Abonnenten.

Fazit

Für mich ist das bisher der größte Börseneinbruch, aber mir bereitet dies keine schlaflosen Nächte. Spannend wird die nächste Zeit. Wirtschaftlich kann es weiter bergab gehen, wenn der Corona-Virus für weitere Maßnahmen sorgt. Fußballspiele können abgesagt werden, Konzerte und Messen fallen jetzt schon aus und die ein oder andere Konsumentscheidung rückt auch in den Hintergrund, sofern das neue iPhone in China überhaupt produziert werden kann. Jede Firma, in welcher ein Fall auftritt, kann unter Quarantäne gestellt werden. Die Tourismus- und Reisebranche wird auch leiden. Gut möglich, dass dies alles auch erstmal zu sinkenden Dividenden führen wird.

Ansonsten lasse ich mich von der aktuellen Situation nicht weiter verrückt machen. Mein Nebenbusiness hält mich genug auf Trab.

Ansonsten ein Aufruf an die Leser? Wie geht ihr mit der Sache um, gerne in den Kommentaren oder auch an meine E-Mail. 🙂

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